1216 Der Bischof von Augsburg schenkt dem Kloster Ursberg das Patronatsrecht der Kirche zu "Halbaningen"
1241 Lauingen bezahlt 80 Mark Reichssteuer
1252 König Konrad IV. verpfändet Lauingen an Otto von Bayern
1265 Herzog Konradin von Schwaben verkauft Lauingen an Herzog Ludwig II. von Bayern
1268 Nach der Hinrichtung Konradins von Schwaben bleibt Lauingen im Besitz der verwandten Wittelsbacher
1270/80 Lauingen ist bereits Zollstätte und Schrannenplatz
1276 Die geistlichen Frauen im Weihgäu übersiedeln in die Stadt
1280 Albertus Magnus stirbt in Köln
1291 Die Bürgschaft von Lauingen verweigert dem bayerischen Landesherrn die Steuern. Herzog Ludwig der Strenge zieht vor die Stadt und zwingt sie zur Unterwerfung.
1292 Erste Nennung des Augustiner-Eremitenklosters
1297 König Adolf von Nassau übergibt seinem Schwiegersohn, Pfalzgraf Rudolf, etliche Städte, darunter Lauingen
1301 König Albrecht I. von Habsburg lässt Lauingen erobern
1307 Erstmals Ratsherrn zu Lauingen genannt
1324 Ludwig IV. der Bayer zieht nach dem Kampf um Burgau zuerst nach Ulm, dann nach Lauingen
1325/1330 Verpfändung der Stadt
1336 Die Juden besitzen eine eigene Synagoge in Lauingen
1340 Kaiser Ludwig IV. schenkt den Großzehent und den Kirchensatz zu Lauingen an das Kloster Ettal
1343 Erstmals werden Bürgermeister an der Spitze des Ratskollegiums genannt
1349 Lauingen kommt bei der Landteilung an Herzog Ludwig den Brandenburger. Pest und Judenverfolgung
1350 Bischof Markward von Augsburg bestätigt die Stiftung des Spitals
1392 Stephan III., dem Lauingen bei der Landteilung zugefallen ist, bestätigt der Stadt Freiheiten und Rechte
1395 Auf der Donaubrücke wird eine Bruckmühle erwähnt
um 1400 Stiftung für ein Leprosenhaus
1405 Lauingen wird von Herzog Ludwig dem Bärtigen von Bayern-Ingolstadt an die Königin Isabeau von Frankreich verkauft
1413 Herzog Ludwig von Bayern lässt die Stadt erweitern, die Stadtmauern und Gräben verbessern, sowie den Weg über das Moos (nach Weisingen) machen
1495 Herzog Georg der Reiche übergibt der Stadt den Großzehent von Dattenhausen
1496 Das "bapyrin bouch" ergänzt das Stadtrecht von 1439
1503 Tod des Herzogs Georg des Reichen. Deswegen bricht der Landshuter Erbfolgekrieg aus (1503-1505)
1504 Herzog Albrecht IV. von Bayern-München besetzt Lauingen
1505 König Maximilian I. besucht Lauingen. Lauingen kommt zur neugegründeten "jungen Pfalz"
1506 781 Haushaltungen in der Stadt
1508 Herzog Friedrich bewilligt der Stadt die Erhebung eines Ungelds (auf 3 Jahre)
1516 Die alte romanische Pfarrkirche wird abgebrochen und der Neubau des heutigen St. Martinsmünster begonnen
1521 Kaiser Karl V. konfirmiert in Worms der Stadt Lauingen ihre Privilegien
1522 Der Prior der Augustiner in Lauingen predigt öffentlich die Lehren Luthers
1525 Meister Michel der Stadtmaurer erbaut ein neues Rathaus
1531 Abt und Konvent von Ettal verkaufen an die Stadt den großen und kleinen Zehent samt Widdumhof, sowie das Patronat und Präsentationsrecht auf die Pfarrei Lauingen
1539 Die Stadt erkauft von den stark verschuldeten Pfalzgrafen Ottheinrich und Philipp um 15.000 Gulden die Anerkennung ihrer eigene Gerichtsbarkeit
1540 Die Augustiner treten ihr Kloster der Stadt ab
1542 Die Neuburger Herzöge führen die evangelische Kirchenordnung ein
1551 Der Maler Mathias Gerung erhält für das Tafelbild der Belagerung Lauingens durch Kaiser Karl V. 100 Gulden
1552 Lauingen wird an den Pfalzgrafen Ottheinrich zurückgegeben, der das lutherische Bekenntnis wieder einführt
1554 Stadt erwirbt den Wasser- und Marktzoll
1555 Herzog Wolfgang von Zweibrücken nimmt die Erbhuldigung entgegen
1559 König Ferdinand I. bestätigt der Stadt alle Privilegien
1560 Herzog Wolfgang bestätigt die Privilegien
1561 Gründung der Fürstlichen Schule (Gymnasium illustre)
1563 Abschaffung der "Faßnacht"
1564 Herzog Wolfgang bestimmt die Lauinger St. Martinskirche zur fürstlich-pfälzischen Grablege
1566 Kaiser Maximilian II. bestätigt die Freiheiten
1570 Herzog Philipp Ludwig konfirmiert der Stadt alle Privilegien
1572 Hungersnot
1573 Die Stadt Lauingen kauft um 1.700 Gulden die Hofmark Faimingen
1576 Bau des Pfarrkirchturmes wird abgeschlossen
1582 Kaiser Rudolf II. bestätigt die Freiheiten der Stadt
1591 Der Lauinger Bürgermeister Johannes Zöschlin baut in Zöschlingsweiler eine Öl- und Papiermühle
1597 Pest in Lauingen
1598 Erweiterung des Friedhofes bei der Johanneskirche
1598 Pfalzgraf Philipp Ludwig kauft Faimingen zurück
1603/1604 Die Allerheiligen- oder Albertus-Magnus-Kapelle wird auf Befehl des Pfalzgrafen abgerissen
1613 Herzog Wolfgang bestätigt der Stadt die Freiheiten
1613/1614 Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm konvertiert zum Katholizismus
1615 Herzog Wolfgang Wilhelm bestätigt der Stadt die Freiheiten
1616 Befehl zur Einführung des katholischen Gottesdienstes. Aufhebung des Gymnasium illustre
1620 Zwangsweise Wiedereinführung der kath. Religion. 130 protestantische Familien wandern aus. Teuerung, Mangel an Lebensmittel in der Stadt
1622 Die Stadt prägt mit Erlaubnis des Herzogs Wolfgang Wilhelm einige Monate lang Kupfergeld
1623 Kaiser Ferdinand II. bestätigt die Freiheiten
1627 Pest
1632 Die Schweden besetzen die Stadt, und erlauben die evangelische Religionsausübung
1633 Abbruch der früheren Kirche St. Ulrich im Weihgäu
1634 Kaiserliche Truppen rücken nach der Schlacht bei Nördlingen in die Stadt ein. Der kath. Stadtpfarrer führt mit Hilfe der kaiserlichen Besatzung den kath. Gottesdienst wieder ein
1635 Teuerung und Pest herrschen in der Stadt
1636/1646 Einquartierungen und Kontributionen kaiserlicher, sowie kurfüstlich-bayerischer Truppen
1640 Kaiser Ferdinand III. bestätigt der Stadt die Freiheiten
1643 Die Stadt gibt das beschlagnahmte Kloster an die Zisterzienserinnen zurück
1646 Wiedereinnahme der Stadt durch die Schweden. Verstärkung der Befestigungswerke
1648 Belagerung der Stadt durch bayerische Truppen
1655 Herzog Philipp Wilhelm bestätigt die Freiheiten
1656 Wiederbesetzung des Augustinerklosters
1662 Wiederherstellung der St. Andreaskirche
1664 Kaiser Leopold I. bestätigt die Freiheiten
1665 Nach langwierigem Prozess werden zwei angebliche Hexen verbrannt
1702 Kurbayern besetzt die Stadt. Kurfürst Max Emanuel wiederholt in Lauingen
1704 Nach der verlorenen Schlacht bei Höchstädt zünden die sich zurückziehenden Franzosen die Donaubrücke und die dortigen Mühlen an. Die Stadt hat durch den Spanischen Erbfolgekrieg einen Schaden von mindestens 400.000 Gulden erlitten.
1705/1717 Einquartierungen, Werbungen von Soldaten und Durchmärsche fremder Truppen halten an
1722 Kurfürst Karl Philipp bestätigt die städt. Freiheiten (Letzte Bestätigung eines Landesherrn)
1728 Augustiner beginnen einen Klosterneubau
1731 Beginn der Erweiterung und Neuausstattung der Leonhardikirche
1742 Lauingen gelangt auf dem Erbfolgeweg an die wittelsbachische Linie Pfalz-Sulzbach
1742/1745 Während des Österreichischen Erbfolgekrieges hat Lauingen unter Feldlagern der Franzosen und Ungarn zu leiden
1750 Neubau der Herrgottsruhkapelle
1755 Die "Normalinstruktion" des Kurfürsten Carl Theodor beschneidet die alten Rechte und die Selbständigkeit der Stadt
1768 Feierliche Einbringung der Albertus-Reliquie
1771/1772 Hungerjahre, Teuerung
1774 Neubau des Armenhauses bei der St. Johanneskirche
1777 Lauingen gelangt an das Kurfürstentum Bayern
1783/1790 Baumeister J. G. Launer baut nach den Plänen des Hofarchitekten Lorenzo Quaglio das neue Rathaus
1784 Errichtung eines kurfürstlichen Salzlagers
1787 Seit diesem Jahr verkehrt jeden Mittwoch ein Ordinarischiff nach Wien
1790 Ein Großbrand vernichtet Kloster und Kirche der Augustiner-Eremiten
1793 Letzte Hinrichtung in Lauingen
1796 Im Eroberungskrieg des revolutionären Frankreichs kommen zuerst kaiserliche, dann französische Truppen in die Stadt. Kriegsschäden etwa 150.000 Gulden
1799 Tod von Kurfürst Carl Theodor. Sein Nachfolger wird Kurfürst Maximilian IV. Joseph
1800 Lauingen wird von plündernden Franzosen heimgesucht
1802 Kurfürst Max IV. Joseph hebt das Augustinerkloster und das Zisterzienserinnenkloster auf
1803 Die Stadt Lauingen verliert durch kurfüstliche Verordnung ihre Sonderrechte. Die Justiz wird dem Magistrat entzogen und das Polizeiwesen einer kurfürstlichen Polizeidirektion anvertraut
1806 Lauingen wird königl. bayer. Stadt
1807 Das Stadtgericht Lauingen wird zum Landgericht erhoben
1808 Bei der Neueinteilung Bayerns kommt Lauingen zum Oberdonaukreis
1811 Das Augustinerkloster wird Kaserne
1816/1817 Hungerjahre und Teuerung
1818 Lauingen wird zur Stadt II. Klasse erklärt. Erstmals Wahl des Gemeindekollegiums und des Magistrats. Hausen wird selbständige Gemeinde
1836 Einführung einer Straßenbeleuchtung
1841 Das Schullehrerseminar wird von Dillingen nach Lauingen verlegt
1854 Gründung einer Sparkasse
1852 Das frühere Armen- und Krankenhaus wird Waisenhaus und Kinderbewahranstalt
1854 Abschaffung des Wasserzolls
1857 Die Franziskanerinnen übernehmen die Mädchenschule
1861 Lauingen wird administrativ dem Bezirksamt Dillingen unterstellt