Wenn wir vom Brunnen in südlicher Richtung weitergehen, kommen wir an einen hübschen Winkel, von dem aus wir den Spitalkirchturm sehen und auch erkennen können, dass hier mit einer gelungenen Stadtsanierung begonnen wurde. Steigen wir die Treppe hinauf auf die Mauer, dann befinden wir uns auf einem kleinen Stück Wehrgang der bayerischen Stadtmauer, die zwischen 1430 und 1450 errichtet wurde. Wir haben einen schönen Blick auf die Donau und sehen den Stadtgraben und das Tränktor, das den Namen von der Viehtränke, die vor diesem Tor lag, erhielt.
Nach dem Besuch der Mauer sollte man durch das Tor zur Donaulände gehen, denn hier findet der Fotograf den schönsten Blick auf das alte Lauingen: die Stadtmauer, das Tränktor, ein altes Fachwerkhaus und die Spitalkirche. Lauingen gehörte seit der Teilung des staufischen Erbes zum bayerischen Besitz. Die Stadt war reich und deswegen als Pfand begehrt und oft in die Wirren von Kriegen verwickelt.
Nie aber wurde die Stadt im Sturm von Feinden eingenommen. Die Mauern waren solide gebaut und ihre Bewachung durch die Zünfte gesichert. Von manchem tüchtigen Bürger wird berichtet: dem Schuster, der auf der Schlacht auf dem Lechfeld sich durch Tapfer-keit auszeichnete, dem Schlosserhans, der beim Güssenburger die goldene Lauinger Hofturmfahne eroberte, dem Bürgermeister Engelhard, der Überfälle auf Lauinger Kauffahrtszüge rächte und vom Bürgermeister, der durch den Kniefall vor Kaiser Karl V. nach dessen Belagerung 1546 die Stadt unversehrt übergab.
Lauingen bietet sich als Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen, aber auch Radtouren an.
Schnell orientiert mit dem Lauinger Stadtplan.