Der so genannte Schimmelturm in Herzog-Georg-Straße 18. Ursprünglich Hofturm genannt. 1457 - 1478 im Auftrag des Ratsherrn Georg Imhof durch Heinrich II Schüttenhelm(?) erbaut; wohl 1571 um die Laterne erhöht, vgl. Baudaten am Turm. Wandbemalung mehrfach erneuert, zuletzt 1960/61.
Der in erster Linie zur besseren Überwachung des Umlandes errichtete, die Kirchen der Stadt hoch überragende Turm zeugt von ausgeprägtem Bürgerstolz. Über neun quadratischen Geschossen - die oberen fünf durch Kielbogenfriese getrennt - drei oktogonale Geschosse und dreigeschossige Laterne mit welscher Haube.
Quellenangabe Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler Bayern Band 3: Schwaben Bearbeitet von Bruno Bushart und Georg Paula München (u. a.) Deutscher Kunstverlag, 1989 ISBN 3-422-0308-5
Die "Schupfe" ist ein Laubengang mit zehn Arkadenbögen neben dem Schimmelturm, wo einst die so genannte "Lädlin", eingerichtet waren. Dort boten schon im Mittelalter Gemüsehändler, Bäcker, Apotheker und Handwerker ihre Waren feil.