Stadt Lauingen (Donau)

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St.-Maria-Himmelfahrt

St.-Maria-Himmelfahrt liegt im Ortsteil Frauenriedhausen.

Seine erste Kirche aus Stein d├╝rfte Frauenriedhausen um das Jahr 1135 erhalten haben. Die Fundamente der heutigen Kirche stammen aus jener Epoche. Gleichzeitig wurde der Platz um die Kirche eingefriedet und ein Friedhof geschaffen. Frauenriedhausen wurde selbst├Ąndige Tochterpfarrei von Wittislingen und erhielt einen eigen Geistlichen.

Als Herzog Ottheinrich die evangelische Lehre annahm, wurde die Kirchengemeinde 1542 der evangelischen Pfarrei Hausen eingegliedert. Doch schon vier Jahre danach ├Ąnderte sich die Religion f├╝r die Dorfbewohner. Kaiser Karl V. belagerte die Stadt Lauingen und nahm sie im Oktober ein. Er ordnete die sofortige  Wiedereinf├╝hrung der katholischen Religion an, was auch f├╝r Frauenriedhausen galt. Zwischen dem 13. und dem 22. November 1546 lagerte das Heer des Kaisers bei Wittislingen. Nach mehreren Konfessionswechseln und den Wirren des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges kehrte erst um 1680 wieder Ruhe im Lnd ein. Die Sch├Ąden an der Kirche konnten nach und nach behoben werden. Als die Augustiner von Lauingen 1686 wieder den Gottesdienst in der Winterzeit (vom 1. Advent bis Georgi) ├╝bernahmen, bl├╝hte ein neues religi├Âses Leben auf.

1718 wurde eine Renovierung des Dachstuhles der Kirche notwendig. Aber 1727 brachte ein furchtbarer Sturmwind die Kirche fast zum Einsturz. Daraus entstand die Notwendigkeit, ein neues Gotteshaus zu errichten. Am 20. Mai 1733 stellte die Gemeinde an das Domkapitel in Augsburg die Bitte um Hilfe beim Kirchenbau. Noch im Jahre 1733 traf man alle Vorbereitungen. Den Auftrag als Baumeister erhielt Balthasar Suiter aus Dillingen. Der Bau wurde r├╝ckw├Ąrts um ein kleines St├╝ck erweitert, sons wurden die Grundmauern des mittelalterlichen Gotteshauses verwendet. Noch im selben Jahr konnte das Geb├Ąude mit dem Turm vollendet werden. 1746 wurde der von dem ledigen Bauernsohn gestiftete Hochaltar  neu gefasst.

Es war ein zierliches Rokoko-Alt├Ąrchen mit einem Altarbild, die Unbefleckte Empf├Ąngnis darstellend, vom Lauinger Maler Johann Anwander. Der Meister lieferte auch Altargem├Ąlde f├╝r die neuen Seitenalt├Ąre, welche die Muttergottes und den Heiligen Josef zeigen. Das Kirchengest├╝hl stammt aus dem Jahr 1750. in den folgenden Jahren wollte man das Gotteshaus weiter versch├Ânern. Dazu erhielt 1768 Johann Anwander den Auftrag Deckenfresken zu malen. Er schm├╝ckte den Chor mit dem Patroziniumbild "Maria Himmelfahrt". In die Ecken malte der die vier Evangelisten, seitlich dazwischen Bilder aus dem alten Testament. Das Freskogem├Ąlde des Schiffes feiert Maria als Herrin des Himmels und Erde mit Personifikationen der vier Weltteile, w├Ąhrend das kleine Bild gegen den Chor wohl Pfarrer Vogt oder Stifter als Verehrer Mariens darstellen soll. In den Eckkartuschen stellte er Anrufungen aus der Lauretanischen Litanei vor. Seitlich ist Mariae Verk├╝ndigung und Mariae Heimsuchung, ├╝ber Orgel Mariae Geburt dargestellt. Der Stuck d├╝rfte wohl von Meister Johann Michael Hoi├č angebracht worden sein.

1781 wurde die Turmkuppel renoviert und 1790 baute der Lehrer Boser, der im Nebenberuf Schreiner und Bildhauer war, f├╝r die Kirche eine kleine Orgel. 1954 wurde mit der Innenrenovierung der Kirche begonnen, die 1961 mit einer gr├╝ndlichen Au├čenerneuerung abgeschlossen wurde.

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