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Sanierung im Lauinger Martinsmünster

56 Meter ragt der Kirchturm der Lauinger Stadtpfarrkirche St. Martin in die Höhe, gekrönt von seiner flachen Welschen Haube. Seit über 440 Jahren ist der Turm ein weithin sichtbares Symbol für die traditionsreiche Lauinger Geschichte. Jetzt ist es an der Zeit, den Dachstuhl des Turms zu sanieren.

Stadtrat Markus Hoffmann, Lauingens Stadtpfarrer Raffaele De Blasi, Stadtrat Bernhard Zenetti, 1. Bürgermeisterin Katja Müller, Stadtrat Vitus Kleinle, Stadtrat und 3. Bürgermeister Albert Kaiser sowie Stadtbaumeisterin Birgitta Neurohr (von links) bei der Ortsbesichtigung direkt unterm Turmdach von St. Martin
Stadtrat Markus Hoffmann, Lauingens Stadtpfarrer Raffaele De Blasi, Stadtrat Bernhard Zenetti, 1. Bürgermeisterin Katja Müller, Stadtrat Vitus Kleinle, Stadtrat und 3. Bürgermeister Albert Kaiser sowie Stadtbaumeisterin Birgitta Neurohr (von links) bei der Ortsbesichtigung direkt unterm Turmdach von St. Martin

Steil geht es im Glockenturm von St. Martin die vielen Stufen hinauf bis unter den hölzernen Dachstuhl. Auf den Weg gemacht haben sich Lauingens Bürgermeisterin Katja Müller, Stadtpfarrer Raffaele De Blasi und Stadtbaumeisterin Birgitta Neurohr, begleitet von mehreren Lauinger Stadträten. Grund der Begehung ist die anstehende Sanierung tragender Holzbauteile wie Pfetten und Unterzüge direkt unterm Turmdach. 2015 hat Lauingen ein Gutachten zum Dachstuhl des Turms beim Münchner Ingenieurbüro Barthel & Maus in Auftrag gegeben. Sachverständiger für die Holzbau-Statik ist die Ingenieurberatung Scharmacher aus München. Das Team von Bauingenieur Georg Hienle aus Welden ist als Planer mit dabei.

56 Meter hoch wacht der Turm von St. Martin über Lauingen: Der hölzerne Dachstuhl wird voraussichtlich 2020 saniert.
56 Meter hoch wacht der Turm von St. Martin über Lauingen: Der hölzerne Dachstuhl wird voraussichtlich 2020 saniert.

Eichenholz, gut durchlüftet
Mit 220.000 Euro ist die Sanierung des Kirchturm-Dachstuhls im kommunalen Haushalt eingeplant. „Die Zahlen sind von 2015, seitdem sind die Baukosten gestiegen“, sagt Bürgermeisterin Müller. Sie rechnet aktuell mit einem höheren Invest, der Meinung ist auch Stadtbaumeisterin Birgitta Neurohr. „Aufgrund der guten Durchlüftung im Turm ist das Holz des Dachstuhls allerdings in einem respektablen Zustand angesichts seines Alters“, so die Stadtbaumeisterin. Die Statik ist intakt, der Pilzbefall hält sich beim robusten Eichenholz in Grenzen. Die anstehenden Bauarbeiten werden ausgeschrieben. „Innen und außen müssen wir hoch“, sagt Neurohr. Der Turm des Martinsmünsters bekommt ein Baugerüst. Wichtig ist es, die Brutzeit von Fledermäusen und Falken zu beachten. „Wir sehen uns als Anwalt der Natur und nehmen selbstverständlich Rücksicht“, informiert Müller.

Zusage von Zuschüssen
Voraussichtlich 2020 wird die Sanierung starten. Die Baukosten trägt die Kommune, das hat historische Gründe: Eigentümerin des imposanten Gotteshauses ist die örtliche Pfarrkirchenstiftung. Vor Jahrhunderten hat Lauingens Bürgerschaft die Baulast für St. Martin übernommen und damit auch die Instandhaltung bis in die heutige Zeit. Doch Zuschüsse von dritter Seite in Höhe von 71.460 Euro sind bereits zugesagt. Die Diözese Augsburg übernimmt mit 55.000 Euro rund ein Viertel der Gesamtkosten. Der Bezirk Schwaben hat 2.910 Euro an Fördergeldern bewilligt. Dazu kommen weitere 8.700 Euro der Bayerischen Landesstiftung und 4.850 Euro vom Landkreis Dillingen. Der Antrag auf Zuschuss beim Landesamt für Denkmalpflege läuft aktuell, „wir hoffen auch hier auf einen positiven Bescheid“, sagt Müller.

Bürgermeisterin Katja Müller und Stadtpfarrer Raffaele De Blasi freuen sich über die zugesagten Fördergelder für die Sanierung. Fünf Glocken mit einem außergewöhnlich reinen Klang sind im Kirchturm zu finden
Bürgermeisterin Katja Müller und Stadtpfarrer Raffaele De Blasi freuen sich über die zugesagten Fördergelder für die Sanierung. Fünf Glocken mit einem außergewöhnlich reinen Klang sind im Kirchturm zu finden

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