Stadt Lauingen (Donau)

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Fasnachtsmuseum und Fasnachtsarchiv Lauingen

"Wer zum Thema Fasnacht forschen will, der ist in Lauingen am besten aufgehoben!"

(Prof. Werner Metzger, Absolvent des Albertus-Magnus Gymnasiums Rottweil und seit 1996 Professor fĂĽr Volkskunde in Freiburg und Direktor des dortigen Johannes KĂĽnzig-Institutes fĂĽr ostdeutsche Volkskunde;
Kulturpreis des deutschen Fasnacht - 1990, Bundesverdienstkreuz am Band - 2014)

Fasnachtsmuseum und -archiv
Fasnachtsmuseum und -archiv

Wenn ein so renommierter Volkskundler ein derart positives Urteil abgibt, dann kann Lauingen stolz sein auf sein Fasnachtsmuseum und auf das dazugehörige Archiv. Beide Einrichtungen wurden von Herrn Rudi Zobel ins Leben gerufen und werden nun schon seit vielen Jahren von ihm betreut.
So beschäftigt er sich eingehend mit dem was Pfalzgraf Wolfgang im Jahr 1563 als „ein haydtnisch vnd Christen menschen vnwurdig ding“ bezeichnet hat. Damals verfügte dieser Fürst der Pfalz-Neuburg, zu der Lauingen gehörte, über seine Untertanen in der protestantisch gewordenen Donaustadt das erste Lauinger Fasnachtsverbot.

Der Pfalzgraf sprach sich in der bis heute im Stadtarchiv Lauingen verwahrten Urkunde auch gegen „fressen vnd sauffen vnd allen muttwillen zuleben“ aus. Er beschrieb des „verklaiden“ und die „Küchlin“. Mit diesem Dokument haben die Lauinger bis heute den Beweis dafür, dass ihre Fasnacht bereits über 450 Jahre alt ist! Ja ganz besonders durch die immer wieder erlassenen – und offensichtlich meist fruchtlosen – Verbote der Fasnacht lässt sich ein Fortbestand dieser Tradition über die Jahrhunderte hinweg nachweisen.

Und auch in jüngerer Zeit waren die Lauinger sehr schöpferisch was ihre Fasnacht betraf. So wurde in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts das Fasnachtsspiel des „Hexentanzes“ ins Leben gerufen, das nun alljährlich den Sieg des Frühlings über den Winter symbolisiert. Diese Zeremonie am „Gumpingen Donnerstag“ in Lauingen findet schließlich ihren Höhepunkt in der symbolischen Verbrennung einer als „Winterhexe“ verkleideten Strohpuppe. Im Anschluss beginnt das schauring-fröhliche Hexentreiben tausender Teilnehmer durch die ganze Stadt.

Im Zentrum von Rudi Zobels Bemühungen steht aber neben der Dokumentation von vergangenen und aktuellen Fasnachtstraditionen immer die Vermittlung der Tatsache, das „Fasnacht“ auch in unseren Tagen nicht mit „Party“ gleichzusetzen ist, sondern dass es sich dabei um ein Brauchtum von hohem kulturellem Wert handelt. Davon können sich die Besucher des Lauinger Fasnachtsmuseums in Brüderstraße 10 und die Nutzer des daran angeschlossenen Fasnachtsarchivs in besonderer Weise überzeugen.

Gruppen oder einzelne Interessierte sind nach vorheriger Vereinbarung mit Herrn Rudi Zobel (Tel: 09072/3280; E-Mail: rudi.zobel(@)web.de) herzlich willkommen!

Blunz Blauz Hei Hei!

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