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Unterwegs im Stadtwald

Die Stadträte Dieter Manßhardt und Markus Zengerle, Bürgermeisterin Katja Müller und Jörg Richter von der Stadtkämmerei (von links) nehmen die neue Forstbetriebskarte unter die Lupe. Dann geht's rein in den Weihengai.
Die Stadträte Dieter Manßhardt und Markus Zengerle, Bürgermeisterin Katja Müller und Jörg Richter von der Stadtkämmerei (von links) nehmen die neue Forstbetriebskarte unter die Lupe. Dann geht's rein in den Weihengai.

Wie ist es um den Zustand des Lauinger Stadtwaldes bestellt? Bei einer Begehung des Weihengai informierte sich Lauingens Bürgermeisterin Katja Müller gemeinsam mit Stadträten und Mitarbeitern der Stadtverwaltung aus erster Hand: bei Marc Koch, Bereichsleiter Forsten im Landkreis Dillingen vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Wertingen und Revierleiterin Felicitas Lunzner. Mit von der Partie waren auch Franz Böck, Waldwart der Stadt Lauingen und Jagdpächter Christian Mair.
 
Fahrplan Neukartierung
„Wir Förster denken in Generationen und treffen Entscheidungen, die bis zu 200 Jahre in die Zukunft reichen“, begrüßt Koch die Teilnehmer zum Einstieg in die Tour durchs Weihengai. Revierförsterin Lunzner hat eine druckfrische Forstbetriebskarte des Lauinger Stadtwaldes dabei. „Die Planung wird alle 20 Jahre neu aufgelegt, sie beschreibt Waldbestände, Alter, Höhe, Holzvorrat und waldbauliche Maßnahmen.“ Diese Informationen dienen als Fahrplan für die künftige Waldbewirtschaftung im Weihengai.

Christoph Mayer vom Bauamt, Waldwart Franz Böck, Jörg Richter von der Stadtkämmerei, Stadtrat Josef Schnitzler und Marc Koch, Bereichsleiter Forsten (von links) mit der Neukartierung.
Christoph Mayer vom Bauamt, Waldwart Franz Böck, Jörg Richter von der Stadtkämmerei, Stadtrat Josef Schnitzler und Marc Koch, Bereichsleiter Forsten (von links) mit der Neukartierung.

Wald vital, Bio-Reservat, Biber
Rein geht es in den Auwald und Koch macht auf ein Phänomen aufmerksam: Eschen mit entlaubten Kronen. Am Werk – flächendeckend in Bayern und in ganz Europa – ist das Falsche Weiße Stengelbecherchen, der Pilz fürs Eschentriebsterben. Dringt der Pilz immer weiter vor, schwächt das die Eschen so sehr, dass Wurzelfäule oder der Eschenbastkäfer dem Baum den Rest geben. Deswegen wird im Weihengai bei Neuanpflanzungen auf Eiche, Ahorn, Flatterulme und auf Obstgehölze wie Vogelkirsche und Wildbirne gesetzt - alles heimische Gehölze. „Für einen gesunden, vitalen Wald“, sagt Lunzner. Viele der abgestorbenen Eschen verbleiben als Totholz und als Biotopbäume mit Höhlen und Bruchstellen im Weihengai. Als ökologische Nischen für Insekten, Käfer und Vögel, viele davon stehen auf der Roten Liste für gefährdete Arten. Finanzielle Förderung gibt’s dafür vom Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm Wald, das dadurch auch das EU-Programm Natura 2000 unterstützt. Denn der Weihengai ist ein besonders schützenswertes Gebiet zur Erhaltung typischer Lebensräume und Arten. Kräftig unterwegs ist hier übrigens auch der Biber, „mit ihm müssen wir leben und ihn einplanen in das Ökosystem Wald“, sagt Koch.

Jährliche Begehung
„Künftig werden wir einmal jährlich einen Teil vom Lauinger Kommunalwald für eine Besichtigung begehen“, so Bürgermeisterin Müller. Mit dabei sein wird Försterin Lunzner, sie ist für rund 3.500 Hektar Wald im westlichen Landkreis Dillingen zuständig und betreut auch den Wald auf Lauinger Flur. „Unsere Kommune besitzt rund 550 Hektar Stadtwald, für Lauingen ist das eine Riesenchance“, weiß Müller. Naherholung, Tourismus, Hochwasserschutz – alles das bietet der Stadtwald. Doch auch Kosten fallen an, „vor allem die Wegepflege und die Neuanpflanzungen sind aufwendig“. Deswegen muss der Kommunalwald selbst Geld einbringen durch den Einschlag von Brenn- und Stammholz und nachhaltig bewirtschaftet werden. „Genau das haben wir vor“, sagt Müller, „Ökologie mit Ökonomie im Stadtwald verbinden“.



Terminhinweis:

Am Sonntag, 22. September findet von 9 bis 17 Uhr der Waldbesitzertag Nordschwaben in Donauwörth statt. Mit zum Programm zählen eine informative Ausstellung rund um den Wald, Fachvorträge, die Begehung des Waldparcours und ein buntes Familien- und Kulturprogramm. Fürs leibliche Wohl ist gesorgt. Nähere Infos unter www.aelf-nd.bayern.de.

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